Donnerstag, 29. November 2012

Lobster dinner

Vorgestern Abend habe ich zum ersten Mal Lobster (Hummer) gegessen. Gekocht hat ihn für uns unsere kanadische Freundin. Sie ist ein echter Profi darin und konnte mir ziemlich gut zeigen, wie man das ganze Ding am Ende knackt. Es war ein wirklich schöner Abend, allerdings auch mit großen Schuldgefühlen. 
Wer es noch nicht weiß: Ich bin sozusagen Halbvegetarier. Ich esse kein totes Tier bis auf alle zwei bis vier Monate mal ein paar Schrimps oder so etwas. Fleisch und Wurst widert mich an. Beim Hummer essen war mir auch nicht ganz wohl, da ich zugesehen habe, wie er gestorben ist. Gruselig finde ich die Viecher auch etwas, wenn die so auf dem Teller liegen. Den Kopf mit den Augen und Fühlern musste mein Freund für mich entfernen, das konnte ich nicht anfassen (Gruselfaktor). 
Geschmeckt hat der Hummer ganz gut, nochmal essen möchte ich es trotzdem nicht wirklich. Mit so riesigen Schuldgefühlen beim Essen, kann man das Essen nicht wirklich genießen. Trotzdem finde ich, sollte jeder Mensch, der tote Tiere in irgendeiner Art isst, auch mal einem Tier beim Sterben zugesehen haben. Erst dann realisiert man wirklich, dass dieses Tier nun für den eigenen Verzehr bzw. Genuss sterben musste. Dann schmeckt das Fleisch gleich schon nicht mehr ganz so gut.

 So ein Lobster dinner ergibt eine ganz schöne Sauerei. Überall liegt am Ende Schale und Kochwasser rum.

 Oben vor dem Töten, unten nach dem Töten. Armer Hummer.


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